Die häufigsten Fragen
Wir haben an dieser Stelle versucht, allgemein gültige Antworten auf die häufig gestellten Fragen zu geben. Jedoch wissen wir, dass man aufgrund der Vielfalt der unterschiedlichen Schiffe immer eine individuelle Lösung für die Installation von SSB Funkanlagen finden muss. Bitte sprechen Sie uns doch an. Wir beraten Sie gerne.
1. Warum sollte ich eine SSB Kurzwellenfunkanlage auf meinem Schiff installieren?
Moderne SSB Kurzwellenfunkgeräte haben so viel zu bieten, von dem Segler profitieren können: Man kann Funkrunden über mehrere tausend Seemeilen Entfernung aufbauen, an denen viele Schiffe gleichzeitig teilnehmen können. Kein anderes Kommunikationsmittel vermag ähnliches zu leisten.
Zudem ist es dem eigenen Sicherheitsgefühl zuträglich zu wissen, dass man notfalls das für eine schnelle Hilfe am nächsten plazierte Schiff erreichen kann. UKW Funk endet schon nach ca. 35 Seemeilen.
Auch wenn man vom Notfall einmal absieht, kann man mit SSB Funkanlagen an der weltweiten Gemeinschaft der Fahrtensegler teilhaben, von denen viele über entsprechendes Funk-Equipment an Bord verfügen. Segler tauschen schon seit Jahren wertvolle Tips und Erfahrungen über das Medium SSB Kurzwellenfunk aus.
2. Welches ist das richtige Funkgerät für mich?
Es ist derzeit eine Anzahl an verschiedenen Modellen erhältlich. Grundsätzlich empfehlen wir Geräte der Firma ICOM, da sie meist die besten Ergebnisse liefern.
Einige der Geräte sind mit integriertem Pactor-Modem erhältlich. Im Folgenden haben wir eine Liste der am meisten verkaufen Modelle auf Schiffen erstellt:
IC-78/mail 1,6-30MHz (Marine & Amateurfunkfrequenzen) - Exportgerät
IC-M802 fest eingestellte Marinefrequenzen - Exportgerät
IC-M801E fest eingestellte Marinefrequenzen - EU Zulassung
IC-M801GMDSS fest eingestellte Marinefrequenzen EU & SOLAS Zulassung
Bitte fragen Sie uns nach weiteren Details.
3. Was ist die beste Antenne für mein Schiff?
Es gibt hauptsächlich vier verschiedene Antennentypen, die auf Yachten installiert werden können:
1) Die klassische Vertikal- oder auch Peitschenantenne
2) Das isolierte Achterstag - eine integrierte Antennenlösung
3) Die Dyneema Antenne- isolierter Kupferdraht in einem Fall
4) Die "Split Lead" Antenne - eine auf dem Achterstag montierte Antennenlösung
Which solution is best for you very much depends on the premises on your vessel. Please contact us for further details.
4. Wie kann ich eine gute Erdung für meine SSB Funkanlage herstellen?
Um diese Frage beantworten zu können, muss man vorausschicken, dass jede unsymmetrische Antenne geerdet, d.h. gegen Masse geschaltet werden muss; auf Yachten bedeutet diesmangels 'Erde': gegen Seewasser geschaltet werden muss.
Die Grundform der Antenne, die für die Übertragung und den Empfang von Kurzwellen-Frequenzen geeignet ist, ist eine symmetrische Antenne, die aus zwei Polen besteht, welche am Mastkopf zu befestigen wären. Da die meisten Segler keine Zweimaster sind, was die Voraussetzung für die Installation von einem Dipol wäre, wird auf einen Pol der Antenne verzichtet; daher muss der fehlende Pol geerdet werden.
Die Erdung von Schiffen mit Metallrumpf ist relativ einfach. Selbst bei einem Antifouling Anstrich wird die Verbindung zum Salzwasser über kapazitive Kopplung hergestellt. Der metallische Rumpf agiert als eine Kondensatorplatte, das Salzwasser als zweite. Bei GFK Schiffen wird das ganze etwas komplizierter.
Bei herkömmlichen Installationen werden mindestens zwei Masseschwämme im Rumpf verbaut, die einen direkten Kontakt zum Salzwasser herstellen. Beim ersten Hinsehen scheinen Masse- oder Erdungsschwämme eine clevere Lösung zu sein, wenn man sich ihre Bauweise ansieht; sie bestehen aus kleinen Metallkugeln, welche die Kontaktfläche zum Wasser größer machen, als die aus dem Rumpf ausgeschnittene Fläche der Schwämme. Unglücklicherweise entpuppt sich dieser augenscheinliche Vorteil zu ihrem größten Nachteil, da sich nach bereits ca. 6 Monaten Algen und Muscheln auf ihrer unebenen Oberfläche ablagern, was eine Reinigung oder gar ihren Austausch zur Folge hat, damit sie wieder funktionieren. Da zumindest zwei Masseschwämme benötigt werden, wird sich deren Verwendung schnell als eine lästige und nicht zuletzt kostspielige Angelegenheit erweisen. Die Lösung stellt ein elektrischer Trick dar, der auch bei Schiffen mit Metallrumpf Anwendung findet: ein Kondensator übernimmt die Erdung. Das Auslegen einer Kupfer- oder Aluminiumfolie von ca. 3qm stellt die eine der beiden Kondensatorplatten dar; die zweite ist das Salzwasser. Als Dielektrikum dient der GFK Rumpf. Leider ist auch Folie kein ideales Material, da es leicht zerreißt. Die beste Lösung stellt die Verwendung von SSB-Ground-Paint, einem versilberten Kupferanstrich, dar. Dieser wird im Innern des Bootes unterhalb der Wasserlinie in der Nähe des Tuners aufgetragen. Für gute Ergebnisse sollte genau wie bei Folie eine ca. 3qm große Fläche getrichen werden. Diese Installation hat drei große Vorteile: Erstens kann der Antennentuner in der Nähe der Erdungsfläche plaziert werden. Zweitens kann man eine relati große Fläche kapazitv zum Salzwasser koppeln (kapazitive Kopplung); und drittens ist die gestrichene Fläche Umwelteinflüssen gegenüber unanfällig, d.h. wartungsfrei! Das Überstreichen der Fläche mit herkömmlichen Bootslack ist aus Gründen der Konservierung anzuraten. Der Antennentuner kann mit Hilfe eines breiten Kupferkabels angeschlossen werden.
Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn die planen, Ihr Boot zu erden.
5. Welche Funklizenzen brauche ich für SSB Funkanlagen auf Schiffen?
Es gibt eine freiteilige Antworten auf diese Frage:
1) Wenn Sie mit Seefunkanlagen arbeiten wollen, bruachen Sie das Long Range Certificate (LRC).
2) Wenn Sie beabsichtigen, mit Amateurfunkanlagen zu arbeiten, benötigen Sie eine Amateurfunklizenz..
3) Wenn Sie bisher keines der genannten Zeugnisse besitzen, setzen Sie sich doch mit uns in Verbindung.
6. Warum sollte ich ein Pactor Modem mit meiner SSB Funkanlage installieren?
Sie können ein Pactor Modem an Ihr Funkgerät anschließen, das Ihnen erlaubt, E-mails und GRIB daten zu übertragen. Für einen erschwinglichen Jahresbeitrag bei einem stetig wachsenden, Netzwerk, wie z.B. Sailmail, bleiben Sie weltweit in Verbindung. Zusätzlich können Sie Wetterfax und Navtex über dasselbe Equioment empfangen.
7. Wie bekomme ich den Einbau realisiert?
Da Schiffe sehr unterschiedliche Einbauvoraussetzungen mitbringen, gibt es sehr viele Aspekte, die bei einer fachgerechten SSB Instalation zu beachten sind. Insofern ist es schwierig eine allgemeingültige Antwort auf die Frage zu geben.
Bitte fragen Sie uns doch nach einer für Ihr Schiff passenden Lösung.
8. Kann ich meinen Webseite / Logbuch über SSB & Pactor aktualisieren?
Wenn Sie eine Webseite oder ein Internetlogbuch haben, das Sie täglich mit neuen Positiosdaten, Text- und Bildeinträgen versorgen möchten, können Sie dies günstig auf einfache Weise über SSB und Pactor realisieren.
Wenn Sie noch nicht über ein eigens Online Logbuch für Ihr Schiff verfügen, setzen wir Ihnen gere ein passendes auf.
Bitte kontaktieren Sie uns für eine individualisierte Logbuchlösung.
9. Bietet Yachtfunk.com Kurse für SSB Funk, Pactor und Wetter an?
Wenn Sie die Möglichkeiten, die Ihnen Ihre SSB Anlage bietet, voll ausschöpfen möchten, ist vielleicht der Besuch eines unserer SSB-Workshops das Richtige für Sie.
Wir bieten Ihnen ein Kursprogramm, das zum Ziel hat, Sie mit dem praktischen Gebrauch von Pactor, dem Herunterladen von Wetter und dem technischen Verständnis Ihrer Anlage vertraut zu machen.
Bitte setzen Sie sich für weitere Details mit uns in Verbindung.
10. Kann es zu Störungen mit anderen elektrischen Geräten an Bord kommen?
In Einzelfällen kann es je nach Installation der Elektrik zu leichten Interferenzen in der Bordelektronik und HiFi-Anlagen kommen. Lange Kabelwege auf dem Schiff wirken wie eine Empfangsantenne. Wenn diese nicht nicht ausreichend geschirmt bzw. geerdet sind, können leichte Störungen auftreten. Durch unsere SSB-Groundpaint haben wir in Bezug auf Erdung die bestmögliche Absicherung gegen Störungen auf GFK Schiffen. Eine Restanfälligkeit für Störungen besteht je nach Vorinstallation der Bordelektrik jedoch nach wie vor. Je kürzer die Kabelwege und je besser geschirmt, desto störunanfälliger verhält sich die Anlage.